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Coaching schafft Gleichgewicht zwischen Unternehmenszielen und Selbstverwirklichung

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Bewährter Wecker für schlummernde Ressourcen

Coaching ist eine intensive Beratung und Begleitung in beruflichen und persönlichen Fragen. Es geht für den Ratsuchenden darum, einen Überblick über die eigene Situation zu erhalten und allenfalls Konsequenzen zu ziehen. Coaching bedeutet somit Hilfe zur Selbsthilfe. Aufgabe des Coachs ist in erster Linie, Dinge zu hinterfragen und nicht fertige Lösungen anzubieten.

Gebi Küng

Gebi Küng

lic.iur. HSG, MBA, AMP Harvard, unterstützt als Strategieberater und Sparring Partner ­erfolgreiche Unternehmerpersönlichkeiten in Schlüsselphasen bei der Klärung und ­Lösung anspruchsvoller Herausforderungen.

Strategische Klarheit und Perspektiven für persönliches und unternehmerisches Wachstum bedeutet: einzigartig bleiben dank überzeugender Unternehmensstrategie und -kultur, mit der Aussicht auf Mehrwert, Tatkraft und konstruktive Beziehungen. Kurz: Wesentliches reflektiert anpacken statt in der Tretmühle des Dringlichen weiter zu rennen.
www.kuengconsulting.ch
g.kueng@kuengconsulting.ch

Othmar Schär

Othmar Schär

Geschäftsführer von schärpartners ag, startete vor über 10 Jahren, nach ausgedehnter Erfahrung als Personalverantwortlicher in der Industrie, sein eigenes Beratungsunternehmen, das Akzente setzt in der Kadersuche, im Coaching, Out-/Newplacement und Outsourcing von Dienstleistungen auf dem Gebiet der Human Resources.
othmar.schaer@schaer.ch
www.schaer.ch
 

Urs Thierstein

Urs Thierstein

Gründer und Partner der CTS Group AG, Partners for Human Solutions. Seit 20 Jahren beschäftigt er sich mit der Erarbeitung von humanverträglichen Konzepten für mehr Lebensqualität im Unternehmen. Wegweisende Lösungen in der verhaltensorientierten Organisations- und Personalentwicklung steigern Produktivität und Wohlbefinden massiv. «Wir identifizieren und fördern Potenziale», ist das Unternehmenscredo der CTS Group, die an Standorten in Zürich, Aarau, Basel, Bern, Lausanne und Vallon aktiv ist. In drei Sparten decken sie entlang dem HR-Prozess die meisten relevanten Themen ab: HR-Gewinnung, HR-Entwicklung und HR-Veränderung 
urs.thierstein@ctsgroup.ch
www.ctsgroup.ch

Der Begriff «Coaching» stammt aus dem Sportbereich im angelsächsischen Raum. Er widerspiegelt die Begleitung, die Führung und die Hilfestellung zur Standortbestimmung bei einer sportlichen (beruflichen), aber auch persönlichen Herausforderung. Als Vertrauensperson führt der Coach seinen «Schützling» dorthin, wohin die-ser will.

Antworten auf Veränderungen in der Arbeitswelt

Es werden immer komplexere Anforderungen und Erwartungen an die Führungskräfte gestellt. Die Bedeutung «weicher» Faktoren wie Kommunikation oder emotionale Intelligenz in der Führung nimmt ständig zu. Hier ergibt sich für Vorgesetzte zunehmend ein Bedarf an externer Unterstützung.

Die Organisation von Beratung und Hilfen ist kein Eingeständnis von Schwäche, sondern ein Zeichen dafür, dass jemand herausfordernde Situationen und Probleme eigenverantwortlich in den Griff bekommen will. So können in einem Coaching-Prozess beispielsweise erstarrte und hemmende Wahrnehmungs- und Denkmuster aufgebrochen und neue Verhaltensweisen herbei geführt werden.

Auslösende Momente

Auslöser für ein Coaching sind:

  • Äussere Umstände, z.B. Konflikte mit einem Mitarbeiter
  • Neue berufliche Situation, die mit einer unabhängigen Fachperson besprochen werden soll
  • Persönlichkeitsentwicklung, z.B. lernen, Nein zu sagen

Coaching ist ein lösungs- bzw. erfolgsorientierter Lernprozess. Der Coach gibt dem Ratsuchenden die Gelegenheit, über seine Probleme zu sprechen. Er leistet Unterstützungen beim Abbau von inneren Blockaden, bei der Freisetzung von Potenzialen oder bei der Realisierung von Verhaltensveränderungen. Sichtbare Resultate eines Coaching-Prozesses sind etwa eine Stärkung des Selbstbewusstseins, eine verbesserte Fähigkeit, Ziele setzen zu können, oder ein besseres Stressmanagement.

Einzel-Coaching

Im Mittelpunkt steht die Analyse der verschiedenen Verhaltensweisen bei sich selbst und den anderen. Ziel ist, das eigene Potenzial auszuschöpfen und möglichst situationsgerecht umzusetzen.

Der Einzel-Coaching-Prozess umfasst:

  • Kennenlernen der eigenen Stärken, Fähigkeiten, Begabungen und Neigungen, aber auch der Schwächen und Grenzen
  • Erkennen von äusseren und inneren Barrieren, welche die Selbstentfaltung behindern
  • Sich bewusst werden von Wünschen, Bedürfnissen und Visionen
  • Erforschen der körperlichen und psychischen Wechselwirkungen


Team-Coaching

Schwerpunkt bildet die Fragestellung: Wie kann ein Team optimal funktionieren, leistungsfähig sein und vom Synergieeffekt aller vorhandenen Kräfte profitieren?

Die wichtigsten Themen in einem Team-Coaching-Prozess sind:

  • Überprüfen der (unterschiedlichen) Zielvorstellungen
  • Was fördert bzw. behindert eine erfolgreiche Zusammenarbeit?
  • Zwischenmenschliche Konflikte und ihre Lösungsmöglichkeiten
  • Klären von Missverständnissen
  • Wie findet die Kommunikation im Team statt?


Fachliche Qualifikation des Coachs

Ein Coach muss vertiefte Kenntnisse aus der Psychologie und der Betriebswirtschaft mitbringen. Seine Kenntnisse gibt er jedoch nicht als Experte oder Lehrer weiter. Vielmehr hält er der gecoachten Person einen Spiegel vor und unterstützt sie bei der Wahrnehmung ihrer Verhaltensweisen. Auf diese Weise können beispielsweise innere Blockaden abgebaut und schlummernde Fähigkeiten frei gesetzt werden. Der Coach unterstützt den Ratsuchenden, sein Problem anzupacken und etwas zu verändern. Die Zielsetzung des Veränderungsprozesses bestimmt aber der Klient.

Ein guter Coach stellt somit die richtigen Fragen, damit der Ratsuchende selbstständig die Lösung findet. Er gibt Vertrauen, damit die Person das selbst gesteckte Ziel eigenständig erreicht. Wer nämlich gelernt hat, sein Ziel zu definieren, bewegt sich in der Regel auch in dieser Richtung.

Der Coach kann mit einem Kutscher verglichen werden, der vorübergehend die Zügel in die Hand nimmt und zeigt, wie die Kutsche besser geführt werden kann. So schnell wie möglich und immer wieder übergibt er dem Klienten die Zügel, damit dieser lernt, die Kutsche selbstständig zu führen.

Coaching braucht genügend Zeit

An die Durchführung eines Coachings sind einige Voraussetzungen geknüpft, ohne die ein von der Beziehung zwischen Coach und Klient getragener Beratungsprozess nicht gelingen kann:

  • Freiwilligkeit: Das Coaching ist freiwillig gewünscht. Der Gecoachte hat ein eigenständiges und begründetes Interesse an einer Beratungsbeziehung. Wer nicht beraten werden will, kann nicht beraten werden. Ein Coaching kann daher ohne eigene Einsicht nicht «von oben verordnet» werden.
     
  • Persönliche Akzeptanz: Bedingung ist, dass der Gecoachte sowohl die Beratungsbeziehung als auch die Person des Coachs akzeptiert. Anderseits muss ein Coach unabhängig und neutral sein. Das ist besonders wichtig, wenn es sich dabei nicht um einen aussenstehenden Berater, sondern um eine firmeninterne Fachperson, z.B. aus der Personalabteilung, handelt.
     
  • Diskretion: Die im Coaching thematisierten Inhalte müssen vertraulich bleiben. Auf keinen Fall dürfen sie zur Beurteilung des Gecoachten verwendet werden. Ohne Offenheit und Vertrauen, aber auch Verschwiegenheit gibt es keinen erfolgreichen Coaching-Prozess.
     

Diese drei Grundvoraussetzungen müssen zwingend an der ersten Sitzung vereinbart werden. Im Durchschnitt erstreckt sich ein Coaching über fünf bis acht Sitzungen, die regelmässig, z.B. im 14 Tage-Rhythmus, stattfinden. Der Coaching-Prozess ist somit zeitlich und thematisch eng begrenzt, kosteneffizient und auf die individuellen Bedürfnisse des Klienten zugeschnitten.

Häufig lassen sich Klienten später in unregelmässigen Abständen punktuell weiter coachen.

Speziallisten bei Swissconsultants.ch für Personalentwicklung und Coaching: www.schaerpartners.ch, www.gku.ch und www.ctsgroup.ch

Zitat: «Ein gründliches Coaching setzt neue Kräfte frei und erhöht Wettbewerbskraft wie Rating.»

 

Datum:29.09.2009
Business News Ausgabe:2009/3
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