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Das Swissconsultants.ch-Magazin vermittelt aktuelle Probleme und praxisbezogene Lösungen, die Kreativität der BeraterInnen und die Vernetzung mit der Wirtschaftspolitik.

Von Faktoren, die beschleunigen und entschleunigen – von Aspekten, die verunsichern und solchen, die neue Sicherheit schaffen

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Punkte in der Landschaft

Viele KMU haben’s nicht einfach. Namentlich dann nicht, wenn sie direkt oder indirekt exportorientiert sind. Sie sind allerdings bei Weitem nicht die Einzigen, die zur Zeit eine massive Veränderung am eigenen Leib erfahren. Was bei ihnen stark akzentuiert abläuft, ist somit kein ausserordentliches Ereignis, sondern vielmehr Ausdruck eines Trends. Ihm haben wir uns zu stellen. Betrachten wir doch seine Facetten etwas näher.

Othmar Schär

Othmar Schär

Geschäftsführer von schärpartners ag, startete vor über 10 Jahren, nach ausgedehnter Erfahrung als Personalverantwortlicher in der Industrie, sein eigenes Beratungsunternehmen, das Akzente setzt in der Kadersuche, im Coaching, Out-/Newplacement und Outsourcing von Dienstleistungen auf dem Gebiet der Human Resources.
othmar.schaer@schaer.ch
www.schaer.ch
 

Analysten der Zeit wie Zukunftsforscher drücken­ es dramatischer aus. Sie sprechen von einer allgemeinen Beschleunigung, welche uns allenthalben erfasst und unsern Tagesablauf wesentlich mitbestimmt. Auffallend sind dabei die von US-Forschern gemessenen durchschnittlichen 11,7 täglichen Störungen am Arbeitsplatz. Sie lassen für uns den von früher her bekannten ruhigen, gleichmässigen Rhythmus zur nostalgische Erinnerung werden: Mails und Social Media sind die neuen Taktgeber.

Wer sich stören lässt – wer nicht? –, wendet pro Intermezzo im Schnitt 11 Minuten­ auf und findet erst nach weitern 20 Minuten zum konzentrierten Arbeiten zurück. Allein schon rein arithmetisch ist dadurch der halbe­ Arbeitstag im Eimer. Was darunter leidet, ist nicht nur die Qualität des (bestenfalls) Geleisteten, sondern auf Dauer auch diejenige des Lebens. Stress, psychische Probleme, Burn-out und vorzeitiges Aus sind die bitteren Resultate der sogenannten Beschleunigung. Die jährlichen Kosten dafür werden allein in der Schweiz auf über 10 Milliarden Franken geschätzt – Tendenz steigend.

Wieso ist plötzlich alles anders?

Viele Gestresste, Überforderte stellen sich verzweifelt die Frage: Wieso komme ich gar nicht mehr mit? – Einige Gründe liegen in der Veränderung der Gesellschafts- und Wirtschaftsstrukturen. Wurde das Tageswerk in der Agrarzeit noch durch einen Kreislauf von Aussaat und Ernte, von Jahreszeiten, dem religiösen Kalender, Bräuchen und festen (gross-)familären Strukturen bestimmt, so wandelte sich der Kreis mit dem Aufkommen der arbeitsteiligen Wirtschaft. Er wurde zur linearen Aufwärtsbewegung vom Beginn der Industrialisierung bis hin zum Ende des scheinbar ungebremsten Wirtschaftswachstums Mitte der Siebzigerjahre des letzten Jahrhunderts.

Heute bewirkt die von der Informations- und Kommunikationstechnik getriebene Beschleunigung ein Auseinanderfallen von gradlinigen Weiterentwicklungen – immer mehr isolierte Punkte entstehen. Sie orientieren sich primär alleine und suchen, wo es möglich ist, Gleichgesinnte, um Gruppen, Cluster, zu bilden. Als Punkt ist der/die Einzelne oft verunsichert, häufig instabil und ständig einem Wandel unterworfen, weil sich die Elemente des täglichen Lebens und deren Einflussfaktoren ebenfalls dauernd verändern. Was im Moment stimmt und allenfalls innerhalb einer Gruppe­ für Zusammenhalt sorgt – beruflich, sozial oder familiär – wird kurz darauf wieder in Frage gestellt.

Neue, meist hastig geschlossene und daher wacklige Allianzen werden geschnürt, Zweckbündnisse auf Zeit. Selbst vermeintiche Mega-Trends, per Kommunikations-Blase hochgejubelt, entpuppen sich nicht selten als IT-Hype – eben doch bloss kurzlebig – , als Super­nova, die rasch im All verglüht. Die Menschen, die sich in diesen Sphären bewegen (müssen) und dabei nach neuen Strukturen, nach Halt, suchen, sind «Figures in a Landscape», Punkte in der Landschaft, häufig ebenfalls auf der Flucht wie die beiden Protagonisten im Film von Joseph Losey.

Punkt für Punkt

Auch KMU bestehen aus verschiedenen Punk­ten. Sie spüren die Beschleunigung hautnah und oft brutal, in Form von Banken, die sie in einer schwierigen Phase nicht genügend unterstützen, oder in Form von Behörden, die gerade jetzt Verfahren zur Förderung technologischer Entwicklungsprojekte schlichtweg verschlampen. Daraus wird deutlich: KMU-Chefs müssen das Szepter selber in die Hände nehmen, wollen sie nicht einfach die Pforten ihrer Betriebe schliessen, was ihnen Anstand und Berufsstolz eh zum Vornherein verbieten.

KMU-Chefs müssen in dieser beschleunigten Zeit bestehen. Sie sind als ruhender Pol gefragt, als stabilisierender Faktor, der die Firma zusammenhält, die Mitarbeitenden motiviert und führt. Sie müssen die Zukunft sichern, sie müssen das Leben im Betrieb entschleunigen.

Das wiederum ist leichter geschrieben als getan. Denn ein KMU-Chef, der eben nicht punktuell, momentbezogen, kurzfristig agiert, sondern integrierend, fördernd und nachhaltig wirken soll, muss gewaltig die Ärmel hochkrempeln. Echte traditionelle unternehmerische Werte zu verkörpern, ist in einer unsteten Zeit besonders schwierig, aber umso mehr matchentscheidend. – Fassen wir die unternehmerischen Herausforderungen einmal zu-
­sammen:

Sicher informieren
Eine gut definierte Strategie aufgrund sorgfältig erarbeiter Grundlagen und Informationen ist das A und O. Neben betrieblichen Faktoren spielen naturgemäss zahlreiche externe Faktoren (Markt, Konjunktur, regulatorisches Umfeld usw.) eine entscheidende Rolle.

Sicher navigieren
Die gesetzten Ziele gilt es nun mit den richtigen Massnahmen auf allen Ebenen umzusetzen. Die Massnahmen sind auf ihre Effizienz und Wirtschaftlichkeit hin regelmässig zu hinterfragen. Ein gründliches Controlling gibt Rechenschaft über Aufwand und Nutzen, über Kosten und Ertrag. Es ist gleichzeitig das geeignete Frühwarnsystem, um rechtzeitig Gegensteuer­ zu geben, wenn das Schiff in Schieflage zu geraten droht.

Sicher kommunizieren
Sicher navigiert, wer sicher kommuniziert. Kennen die Mitarbeitenden den Kurs des Schiffes, werden sie motiviert ans Werk gehen, Verständnis für teilweise harte Massnahmen zeigen und Eigeninitiative entfalten beim Anvisieren der gesteckten Ziele. Gleiche Sorgfalt gilt für die externe Kommunikation.

Sicher finanzieren
Ein KMU steht dann auf sicheren Beinen, wenn es den Gewinn nachhaltig festigen kann. Das bedeutet kompromisslose Finanz- und Liquiditätsplanung sowie Reserven bilden. Ein sorgfältiger Umgang mit den finanziellen Ressourcen ist die Grundlage, das Unternehmen schlank zu halten sowie innovativ zu wirken und die Effizienz der Prozesse zu steigern.

Sicher optimieren
Die Abläufe im Unternehmen detailliert zu kennen und stets zu optimieren, ist überlebenswichtig. Es ist ein permanenter Prozess – er umfasst insbesondere Prozessschritte, Verkaufsaktivitäten, Mitarbeiterführung und Suche nach strategischen Kooperationen.

Sicher führen
Ein innovatives, kreatives Klima ist Ausdruck einer Unternehmensführung, die klare Ziele setzt, die Mitarbeitenden zu motivieren weiss, die Risiken im Griff hat und entscheidungsfreudig vorangeht. In diesem Umfeld fühlt sich der geborene KMU-Chef wohl. Er weiss gleichzeitig um seine hohe Verantwortung seinen Mitarbeitenden, Kunden und Lieferanten gegenüber. Der erfolgreiche KMU-Chef ist in der Regel ein bescheidener Mensch.

Wie sicher sind Sie denn?

Sie haben nun in sechs Punkten das Attribut «sicher» gelesen. Vielleicht hat es Sie genervt – wo doch heutzutage soviel unsicher ist. Wir wollen Sie auch nicht einlullen. Sicherheit hat im KMU-Alltag nichts mit der Teddybär-Geborgenheit Ihrer Kindertage zu tun und noch weniger mit dem steten Aufwärtstrend des früheren vermeintlich ungebremsten Wirtschaftswachstums. Beides ist abzuhaken, es kehrt nicht wieder zurück. Dafür leben Sie jetzt in einer Welt, in der Sie alle Informationen, von denen Sie noch vor zehn Jahren kaum zu träumen wagten, auf Ihrem PC zusammenführen können. Sie müssen bloss – aber das ist oft die Quadratur des Kreises – die Info-Spreu vom Weizen trennen.

Dabei können Sie sich virtuell und blitzschnell austauschen und vernetzen. Und Sie können sich mit BeraterInnen von Swissconsultants.ch – selber ein virtuelles und höchst aktives Netzwerk, in dem starke Punkte effizient mitein­ander verbunden sind – zusammensetzen und Ihrer Zukunft eine Perspektive geben.

Sinnvoll, zeitsparend und zielgerichtet

Die Kompetenz und Erfahrung unserer rund 400 Fachleute sind unser Angebot an Sie, auf das Sie bauen können. Denn seien wir ehrlich: Die sechs Sicherheitspunkte umfassen ein gerüttelt Mass an komplexen Themen. Strategie, IT-Einsatz, Marketing, Kommunikation, Finanz- und Rechnungswesen, Revision, Personalfragen, juristische Aspekte, Riskmanagement, Controlling und vieles andere mehr füllen meterlange Bücherregale. Daneben erscheint die freie Zeit, mit der sich der weitsichtige KMU-Chef damit auseinandersetzen kann, als äusserst kurz. So lang kann der Tag gar nicht sein, sich in diesem Dickicht wirkungsvoll zurechtzufinden. Beratung und Unterstützung dort zu suchen, wo es sinnvoll, zeitsparend und zielgerichtet ist, lohnt sich somit alleweil. Und exakt daraus ergibt sich – zum Teufel noch mal – gerade in unserer so hektischen Zeit eine gehörige Portion Sicherheit. Gottseidank!

Starke Punkte zu starken Strukturen vernetzen

Gemeinsam mit unsern Kunden vernetzen wir von Swissconsultants.ch also starke Punkte zu starken Netzwerken, die Mehrwert und Nachhaltigkeit generieren. Gleichzeitig spüren wir unwirtschaftliche Störfaktoren auf und eliminieren sie. Das entschleunigt und schafft die nötige Ruhe fürs erfolgreiche Tagesgeschäft. Damit Sie Ihre unternehmerischen Stärken entfalten können. Auf diese Weise bleiben Sie nicht länger Spielball anonymer globaler Prozesse und der viel beschworenen Beschleunigung. Sie informieren, navigieren, kommunizieren, finanzieren, optimieren auf einer sicheren Basis und führen vorteilhaft und nachhaltig.

Und, was das Schönste ist: Sie kriegen wieder Freude, KMU-Chef zu sein – Freude am schönsten Beruf der Welt!

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Datum:24.05.2012
Business News Ausgabe:2012/2
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